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19. Mai 2020

Nvidia startet mit größtem Grafikchip überhaupt

nvidia

Mit Ampere steht die nächste große Architektur aus dem Hause Nvidia in den Startlöchern. Wobei groß in diesem Fall wörtlich zu nehmen ist, denn trotz seiner 7 nm umfasst das Flaggschiff der Reihe ein Längenmaß von 8,2 Zentimetern. Nvidias CEO und Gründer Jensen Huang erklärt sogleich, dass man sich mit diesem “Monster” an den Grenzen dessen, was aktuell möglich sei bewegen würde.

A100 – Größer geht nicht

Die Speerspitze der neuen Chips stellt der A100 dar, welcher zunächst für Rechenzentren und im Bereich der KI zum Einsatz kommen wird. Dabei kommt er auf eine beachtliche Anzahl von 54 Milliarden Transistoren. Zum Vergleich, der V100, also der unmittelbare Vorgänger, kam in 12 nm gefertigt auf lediglich 21,1 Milliarden Transistoren.

Gerüchteweise hat Nvidia unlängst mit dem Tape-Out des Chips begonnen, was auch bedeutet, dass er bald verfügbar sein sollte. Das deckt sich mit den Meldungen, dass Nvidia die neue Generation seiner Grafikkarten bald präsentieren wird, und dass diese auch für Gamer gegen Herbst erscheinen dürften.

Der A100, welcher so oder so ähnlich später auch in einer 3080TI zum Einsatz kommen dürfte, verfügt über 128 Streaming-Multiprozessoren, von denen 108 aktiv genutzt werden. Damit verteilen sich über den Chip 3.456 FP64-Kerne und 6.912 FP32-Kerne. Im Gegenzug hat Nvidia die Tensor-Kerne von zuvor 640 auf 432 gesenkt, auch weil die Tensor-Einheiten der dritten Generation deutlich schneller sein dürften.

Weit über 50% Leistungssteigerung

In reinen Zahlen kommt der A100 laut Nvidia auf eine Gesamtleistung von 19,5 TFLOPS, gegenüber der Vorgängergeneration mit 7,8 TFLOPS. Damit läge eine um weit über 50 Prozent gesteigerte Leistung vor. Ob diese Steigerung auch bei den späteren Consumer-Karten in dem Maße erfolgt, ist bisher nicht bekannt.

Gerüchteweise liegt die Leistungssteigerung bei den Gaming-Karten irgendwo zwischen 40 und 70 Prozent. Was davon zu halten ist, wird sich noch zeigen müssen.

AMD – Quo vadis?

Fraglich auch, wie sich AMDs BigNavi gegen diese Karten behaupten wird. Auch AMDs neuer Chip mit der RNDA2-Architektur wird demnach von der Fläche her ähnlich groß werden, wie die neuen Nvidia-Chips. Ob sie aber auch ähnlich Leistungsstark werden, wird man erst im direkten Vergleich sehen können.

Auch bleibt für viele Spieler ein entscheidendes Kriterium, ob sich Nvidia bei der Preisgestaltung treu bleibt und vor allem initial für Top-Modelle erneut vierstellige Beträge aufruft. Entscheidend dabei dürfte auch sein, wie sich der Konkurrent aus Sunnyvale schlägt.

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